Sehenswürdigkeiten

Katholische Kirche

Der Wirtschaftstrakt des ehemaligen Ackerbürgergrundstücks wurde zur Kirche umgebaut. 1911 war in ihr der erste katholische Gottesdienst. Die Gemeinde zählte 10 katholische Familien, die in den Ziegeleien oder in der Landwirtschaft arbeiteten. An der Straßenseite gibt es einen kleinen Kirchturm mit zwei Glocken. Nach einem Brandschaden musste die Kirche 1996 grundlegend saniert werden. Es entstand ein heller, moderner und freundlicher Kirchenraum für die Gottesdienste der etwa 380 in Gransee lebenden Katholiken und für die Katholiken in den umliegenden Dörfern. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Pfarrer von Gransee Willimsky 1938 wegen Polenseelsorge verhaftet. Er kam wieder frei, ging nach Stettin,wurde dort erneut verhaftet und starb 1940 im KZ Sachsenhausen. Im Jahre 1948 übernahm Pfarrer Bartsch die Pfarrei Gransee. Er hatte ebenfalls wegen Polenseelsorge zwei Jahre KZ erleiden müssen. Im März 1950 fand man den Pfarrer wenige Kilometer von Gransee ermordet auf.

Königin Luisendenkmal

Der Trauerzug mit der Leiche der Königin Luise kam auf seinem Weg von Hohenzieritz nach Berlin durch Gransee. In der Nacht vom 25. zum 26. Juli 1810 stand der Sarg mit der Königin auf dem heutigen Schinkelplatz. Zum Gedenken an die beliebte Königin Louise gab die Stadt Gransee die Errichtung eines Denkmals in Auftrag. Das Denkmal ist dem Andenken an die Preußische Königin Luise gewidmet. Es entstand in der königlichen Eisengießerei Berlin, nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels. Zur geschichtlichen Verknüpfung lässt sich folgendes ausführen: Auf Vorschlag des damaligen Landrates von Ziethen wollten die Bürger der Stadt ihrer geliebten und verehrten Königin ein Denkmal errichten lassen. Nur durch freiwillige Spenden finanziert, konnte das Luisendenkmal am 19. Oktober 1811 eingeweiht werden. Das Monument stellt einen Sarkophag mit einer auf acht Pfeilern und Bögen ruhenden gotischen Bedachung dar. Auf dem Sarkophag liegt die vergoldete königliche Krone. Die nördliche und südliche Seitenwand der Bedachung ist mit dem vereingten Königlich-Preußischen und Großherzoglichen-Mecklenburgischen Wappen geschmückt. Auf jeder Seite des Sarkophags liest man mit vergoldeten Buchstaben ausgeführte Inschriften, die einen innigen Bezug zur Königin haben.