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Nach dem Besuch des Neuruppiner Gymnasiums und der Friedrichwerderschen Gewerbeschule in Berlin begann er 1836 eine Apothekerlehre und bestand 1847 das Pharmazeutische Staatsexamen. Erste schriftstellerische Veröffentlichungen 1839 und die Aufnahme in den Berliner Dichterclub „ Tunnel über der Spree“ bewogen ihn 1849 zur Aufgabe seines Apothekerberufes. Er begann als Journalist und Schriftsteller zu arbeiten. 1852-1882 erschienen die vier Teile der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.

FontaneDer Band „Fünf Schlösser“ folgte 1889. Erst mit 60 Jahren trat Fontane als Romancier an die Öffentlichkeit. Auf den Erstling „ Vor dem Sturm“ folgten in kurzen Abständen seine zur Weltliteratur gehörenden Romane und Erzählungen wie „Irrungen und Wirrungen“, „Effi Briest“ und der „Stechlin“. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.
Fontanes erste Gedanken und Überlegungen zu den „Wanderungen“ kamen ihm bei seinen Aufenthalten in England und Schottland.

Seinem Verleger Wilhelm Hertz schrieb er über seine Beweggründe : „Ich hatte einfach vor , meinen Landsleuten zu zeigen, dass es in ihrer Nähe auch nicht übel sei und dass es in der Mark Brandenburg auch Städte, alte Schlösser, schöne Seen, landschaftliche Eigentümlichkeiten und Schritt für Schritt tüchtige Kerle gäbe“.

Im ersten Teil seiner Wanderungen, „Die Grafschaft Ruppin“, geht Fontane auch auf Gransee ein. Gransee gehörte von1319 bis 1524 zur Grafschaft Ruppin. Er beschreibt neben historischen Gebäuden wie Marienkirche, Waldemartor, Warte und Luisendenkmal auch das Wirken des Inspektors Ernst Germeshausen.
So erwähnte Fontane Gransee als eine feste Stadt, vielleicht die festeste der Grafschaft Ruppin. Von der Kirche behauptete er : „Diese wird von keiner in der Grafschaft übertroffen“.