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Sonnenberg


Die im 16. Jahrhundert wieder aufgebaute, denkmalgeschützte Kirche, seit jeher Wahrzeichen des Dorfes, ist eine weiß geputzte Saalkirche aus Feldsteinmauerwerk mit annähernd quadratischem Westturm. Bei der Mauerung des Eingangsportals und der Fensterbögen wurden auch Backsteinziegel verwendet. Die Fenster sind im barocken Stichbogen geschlossen und im Korbbogen umrahmt. Der Ostgiebel des Gotteshauses weist eine geschweifte Kante und Zierpfeiler sowie in der Mitte eine Rundblende auf, die zur Erinnerung an die Stifter Sonnenberg aaund Patrone dereinst das Wappen derer von Bredow, der „Bredowsche Steighaken“, zierte. Die zwei  Glocken der Sonnenberger Kirche, eine von 1721, die andere von 1805, wurden in Lindow gegossen. Laut Aufzeichnungen des hiesigen Pfarrers Weise aus dem Jahre 1845 wurde der Kirchturm 1818 umgestaltet, so dass er dem alten auf dem Kirchensiegel befindlichen kaum noch ähnlich war. Anstatt des ursprünglichen, eine längliche, hoch emporragende und nach oben spitz zulaufende Form aufweisenden Turmaufsatzes ziert seither der noch heute vorhandene, dem der Kirche im Nachbardorf Rönnebeck ähnliche Turmhelm die  Sonnenberger Kirche.

SonnenbergDorfkirche, SonnenbergAls bemerkenswerte Inventarien der Kirche wurden bereits im 19. Jahrhundert  ein Taufstein von 4 Fuß Höhe und eine barocke Kanzel über dem Altar hervorgehoben. Der urnenähnlich gearbeitete Taufstein wies folgende Inschrift auf: „Schulz (der Dorfschulze) und Merten Berner,  die beiden haben zum Ehren dieser Taufe diese Arbeit machen lassen zu Kremmen, allhier zu Sunnenberg verehrt in 1588.“ Die große Glocke trug folgende Inschrift: „Anno 1721 unter der glücklichen Regierung Friederici Wilhelmi, Königs von Preußen, als Patronus der Hochwohlgeb. Herr Hofrath v. Beville und Joachim Tiburtius Pastor war, ist diese Glocke von M. C. Mebert aus Neuruppin in Sunnenberg umbgegossen. Gott zu Ehren und der Gemeinde zum Besten.“

Mit der Reformation (1541) etablierte sich die eigenständige lutherische Kirchengemeinde Sonnenberg. Die Pfarre und der Pfarrer befanden sich im Ort. Die Kirche wurde in den Status einer Pfarrkirche erhoben. Eingepfarrt waren hier auch in Schulzendorf ansässige Lutheraner. Das Sonnenberger Pfarramt bekleideten zuletzt Pfarrer Schulze und Dr. Johann, die zugleich für Schulzendorf und Rönnebeck zuständig waren. Nach Auflösung der Pfarrstelle in Sonnenberg erfolgte die Integration der Kirchengemeinde in den Pfarrsprengel Gransee unter dem leider viel zu früh verstorbenen Pfarrers Heinz-Dieter Schmidtke.