Badingen „Festes Haus“ - die Herrschaft
Die von Badingen stammten aus der Stendaler Gegend. Sie ließen, wahrscheinlich auf einer älteren Befestigungsanlage frühester Zeit, eine Feste mit Wohn- und Wehrcharakter errichten. Arnold von Badingen war der erste urkundlich Genannte dieses Geschlechts (1289), der hier ansässig war. Ihm folgten in der Ahnenreihe unter anderem Hans von Badingen der Ältere, Busso von Badingen und Hans von Badingen der Jüngere. Die von Badingen auf Badingen blieben bis ins 15. Jahrhundert hinein im Besitz des Rittersitzes und der Dörfer Badingen und Mildenberg. Nach dem Aussterben dieses Geschlechts ging der Besitz eigentümlich an die Familie von Bredow über. 1460 gehören dem Hans von Bredow auf Friesack  Haus und Land Löwenberg mit all seinen Zugehörigkeiten inklusive dem Rittersitz Badingen. Dann kaufte schließlich Kurfürst Joachim II. im Jahre 1536 von den unmündigen Kindern des verstorbenen Antonius von Bredow das Gut Badingen mit Mildenberg, Zabelsdorf, den „Judelacken“, der ganzen Feldmark Osterne und der „wüsten“ Feldmark Wendtorff (Wentow) für  12000 Gulden.  Der Landesherr wiederum überließ den gesamten Besitz  dem von ihm am 9. April 1530 zum Hofmarschall bestellten Adam von Trotte, der  noch im selben Jahr zum Hauptmann des Landes Ruppin berufen wurde. 1536 wurden ihm seine Ämter und Besitzungen erneut auf weitere vier Jahre bestätigt. Adam von Trott, wie er sich nun nannte, avancierte nun zum Amtmann von Zehdenick.   Am 28./29. September 1551 überlässt der Kurfürst seinem engen Vertrauten auch die inzwischen säkularisierten Besitzungen des Klosters Himmelpfort, damit er sie „auf Lebenszeit amtmannsweise inne hat“. 1557 erhielt Adam von Trott vom Kurfürsten schließlich die „Erbverschreibung“ für die Herrschaft Badingen und Himmelpfort. Adam von Trott starb 1564. Der letzte von Trott(e) war Friedrich Wedige von Trott, ein unverheirateter Sonderling, der in dem mit Badingen verbundenen Himmelpfort lebte und 1727 starb. Die Herrschaft derer von Trott wurde nun zu einer Domäne umstrukturiert. Das „Churfürstliche Domänenamt Badingen“ entstand. 1815 erfolgte dessen Zusammenlegung mit dem Amt Zehdenick.