Kirchenbanner

Katholische Kirche


Katholiken in Gransee

Zwei Minuten vom Schinkelplatz entfernt findet sich in der Grünstr. 2 die katholische Kirche von Gransee. Der Wirtschaftstrakt des ehemaligen Ackerbürgergrundstücks wurde zur Kirche umgebaut. 1911 war in ihr der erste katholische Gottesdienst. Die Gemeinde zählte 10 katholische Familien, die in den Ziegeleien oder in der Landwirtschaft arbeiteten. Die Kirche steht auf dem Hof. An der Strassenseite gibt es einen kleinen Kirchturm mit zwei Glocken.


KathollischekircheKathollische KircheNach einem Brandschaden musste die Kirche 1996 grundlegend saniert werden. Es entstand ein heller, moderner und freundlicher Kirchenraum für die Gottesdienste der etwa 380 in Gransee lebenden Katholiken und für die Katholiken in den umliegenden Dörfern. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Pfarrer von Gransee Willimsky 1938 wegen Polenseelsorge verhaftet. Er kam wieder frei, ging nach Stettin,wurde dort erneut verhaftet und starb 1940 im KZ Sachsenhausen. Im Jahre 1948 übernahm Pfarrer Bartsch die Pfarrei Gransee. Er hatte ebenfalls wegen Polenseelsorge zwei Jahre KZ erleiden müssen. Im März 1950 fand man den Pfarrer wenige Kilometer von Gransee ermordet auf. Heute gehört Gransee zur Pfarrei Fürstenberg. Dort hat auch der Pfarrer seinen Amtssitz. Im Pfarrhaus Gransee wohnt eine Gemeindereferentin, die noch für Fürstenberg und Rheinsberg zuständig ist. Die Pfarrei gehört zur Erzdiözese Berlin. Der Norden der Pfarrei grenzt an Mecklenburg und damit kirchlich gesehen an die Diözese Hamburg.