Der Ort Badingen

Badingen ist einer von 13 Ortsteilen der Stadt Zehdenick. Die Eingemeindung erfolgte am 26. Oktober 2003. Aktuell leben hier 705 Einwohner. Der Ort liegt an der Chaussee, die Gransee mit der Havelstadt Zehdenick verbindet, etwa 5 km von beiden Orten entfernt. In Folge des 1267 vereinbarten Gebietstausches zwischen den Markgrafen und dem Bischof von Brandenburg gelangte das damalige   „Hus to Lowenberg“ einschließlich der dazugehörigen Ländereien, zu denen auch Badingen und das Nachbardorf Mildenberg gehörten, in den Besitz  des Bistums Brandenburg, während das Land Königsberg (heute Chojna) in der Neumark markgräflicher Besitz wurde. Am 2. Oktober 1270 beurkundeten die brandenburgischen Markgrafen Johan II., Otto IV. und Konrad, dass sie mit Bischof Heinrich von Brandenburg diesen Gütertausch rechtskräftig vollzogen haben. Die Schreibweise des Ortsnamens wandelte sich im Laufe der Zeit von „Badhinge“ über „Bodingen“ zu „Badingen“. Die Entstehungszeit der dörflichen Ansiedlung in typischer Form eines Straßendorfes ist in der Mitte des 13. Jahrhunderts anzusetzen, als im Zuge der mittelalterlichen deutschen Ostkolonisation die Askanier und ihre getreuen Vasallen von der Altmark aus bis ins „Uckerland“  vordrangen, das Gebiet eroberten, befestigen und durch beauftragte „Lokatoren“ (Siedlungsbeauftragte) Dörfer gründen ließen. Die alte Ortslage Badingen weist noch heute die für diese Zeit typische Siedlungsform auf. Wir haben es mit einem Straßendorf beidseitig aneinander gereihter Bauerngehöfte zu tun. Außerdem gab es von Beginn an die Hufeneinteilung der Ländereien. Am Ortsmittelpunkt fand das Gotteshaus seinen Platz. Der Ortsname Badingen hat also trotz seiner Endung „-ingen“ nichts mit einer süddeutschen (schwäbischen) Herkunft gemein, sondern ist vom Familiennamen des altmärkischen Adelsgeschlechts abgeleitet, das für seine treuen Dienste mit dem hiesigen Rittersitz vom Markgrafen belehnt wurde: von Badingen.